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Selbstverteidigung-Fitness-Kampfsport |
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Lehrgang in Lahr am 09.05.2005 |
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| Thema: prüfungsrelevante Stock- und Messertechniken | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Holz, Metall, Kreide und mehr... ...bekommt man in jedem Baumarkt, neuerdings aber auch auf so manchen Lehrgängen des badischen Landesverbands, wie der Leser in folgendem Bericht erfahren kann. Am Rande des Schwarzwalds richtete die Ju-Jutsu-Abteilung des Judo –Clubs Lahr eben dort einen Lehrgang mit dem badischen Vorstandsmitglied Günter Beier, 5. Dan Ju-Jutsu aus. Prüfungsrelevante Stock- und Messerabwehrtechniken und -strategien standen im Focus bei der Vorbereitung dieses Landeslehrgangs, ein Themenbereich, der immer wieder von den Ju-Jutsuka gefordert und dementsprechend zahlreich besucht wird. Günter, Mitglied und Trainer beim Polizeisportverein Karlsruhe, brachte die fast 50 Aktiven bereits beim Aufwärmen mit einem Hindernisparcour kräftig zum Schwitzen. Bewegungs- und Koordinationsspiele bereiteten die Teilnehmer zielgerichtet auf den weiteren, technisch anspruchsvollen Ablauf vor. Auch der Einsatz motivierender und aufputschender Perkussionsmusik ließ erahnen, dass sich „Günne“ didaktisch gern in unkonventionellen Gefilden bewegt, ein Umstand, den die Sportler sichtlich dankbar mit daraus resultierendem Einsatz honorierten. Fliesend folgte nun der Übergang zu den Konzepten der Messerabwehr. Zunächst wurde der Angriff diagonal aufgenommen, was bei einem größeren Abstand zum Angreifer die Möglichkeit erschloss, dynamisch ausgeführte Angriffe aufzunehmen und abzuleiten. Das andere Konzept sah die spiegelbildliche Aufnahme des angreifenden Arms vor. Dieses Idee sollte bei kurzen situativ-reflexhaften Bewegungen seine Verwendung finden. Bei beiden „Lösungsangeboten“ bestand jedoch die Intention darin, die messerführende Hand (prüfungsrelevant) zu greifen und erst wieder loszulassen, wenn der Partner kontrolliert und/oder entwaffnet war. Die verschiedenen Angriffswinkel zu Kopf und Körper (1 bis 4) wurden in diesem Aufgabenbereich wiederholt mit wechselnden Partnern trainiert. Auch bei dem Seminarthema Stockabwehr konnten die Angereisten viele Bewegungsmuster aus dem Aufwärmen wieder erkennen. Günter verstand es, durch seinen didaktisch geschickten Aufbau den motorisch-technischen Transfer aus der Messerabwehr herzustellen. Durch das Demonstrieren und Einsetzen ähnlicher oder identischer Bewegungsmuster ergab sich ein durchgängiges System für die Prüfung und Selbstverteidigung. Das in sequo oft vernommene „aha, jetzt hab ich’s kapiert“ war dann auch das schönste Dankeschön und eine optimale Rückmeldung für den Referenten.
Ging es im ersten Teil
dieses Samstagnachmittags um das reine Technikverständnis, kamen im
zweiten Teil inhaltliche Fragen zum Prüfungsprogramm
Im dritten Segment des Lehrgang, das unter dem Motto „Überleben im Ernstfall“ stand, konfrontierte Günter die Gruppe mit Situationssaufgaben, die einen hohen Realitätsbezug und damit Stress herstellen sollten.. Im Workshopstil konnten die Sportler vier verschiedene Aufgaben wählen: In Station 1 wurden Sonderfälle von Waffen und deren Abwehr besprochen und trainiert. Bewegliche Gegenstände, Baseballschläger und deren besondere Wirkung wurden analysiert und rege diskuttiert. In der zweiten Gruppe konnten generell Elemente des Prüfungsprogramms trainiert und herausgearbeitet werden, was von vielen Prüflingen dankbar angenommen wurde.
Im dritten Bereich
stellte sich als Christian Senger im Sinne
vermeintliche Aggressor kontrolliert, entwaffnet und gestoppt werden. Für viele ein ernüchterndes Szenario, da sich nicht selten ein völlig anderes Bild als im üblichen, partnerfreundlichen Vereinstraining ergab. Ein Lernfeld, welches sinnvollerweise des öfteren betreten werden sollte! Im letzten Workshop kamen sogenannte „VirtualBlades“ zum Einsatz. Dieses neuartigen amerikanischen Trainingsmesser aus Kunststoff sind an den Klingenkanten und an der Spitze von einem Filzstreifen ummantelt, der mit Markierungskreide bestrichen wird. Damit wird sehr schnell „visualisiert“, wie effektiv die Verteidigung , bzw. wahrscheinlich wie die Überlebenschancen waren. Gesteigert wurde hier der „Spaß“ noch durch den Einsatz von Boxhandschuhen, so dass die Bedrohung nicht nur vom Messer ausging, sondern auch andere Körperwaffen schmerzlich zu bemerken und dementsprechend zu neutralisieren waren. Adrenalin und Angstschweiß wurden sicherlich in nicht unbedeutenden Dosen ausgeschüttet. Um der Selbstüberschätzung entgegenzuwirken und um die Teilnehmer zu desillusionieren zeigte Günter zum Abschluss Fotos von Opfern bewaffneter Angriffe, die durch scharfe oder spitze Gegenstände und Waffen erheblich verletzt wurden. Günter forderte somit nachdrücklich, dass jeder von ihm Trainierte im Zweifelsfall bei einem drohenden Konflikt lieber das Weite suchen sollte, als so im Polizeibericht „verewigt“ zu werden. Selbstverteidigung, auch gegen sichtlich Unbewaffnete, sollte stets das Mittel der letzten Wahl bleiben. Somit verwies „Günne“ am Ende eines sehr gelungenen und vielseitigen Lehrgangs auf unser aktuelles Motto: „Ju-Jutsu - mit Sicherheit Lebensgefühl“ Weitere Infos und Bilder zum Lehrgang unter www.vfsvk.de Michael Kautz
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Wäre die ziemlich freie Umsetzung des Led Zepplin Klassikers bei der Trainerfortbildung im Februar 2006.
Den Auftakt der
Maßnahme zu der sich 24 Teilnehmer eingefunden hatten stand ganz im
Zeichen der Vergangenheit. Rainer Schwarz, Präsiden des Ju-Jutsu
Verbandes Baden e.V. und Günter Beier präsentierten einen Querschnitt
der Kampfsportgeschichte, ausgehend von Wandmalereien der alten Ägypter
bis hin zu neuzeitlichen Hybridkampfsportsystemen. Wo das Ju-Jutsu sich
wieder finden kann, wurden vielen Teilnehmern sehr schnell klar. Die
sportliche Variante von Pankration, Leichtkontakt Vale Tudo oder der
Zehnkampf der Kampfkünste waren die Definitionen welche die Trainer und
Übungsleiter am ehesten, mit den geschichtlichen Hintergründen gerüstet,
das Ju-Jutsu definierten.
Rouven Hamberger konnte in den folgenden Einheiten die Teilnehmer mit Ernährungsthemen in seinen Bann ziehen. Wurde doch hier Sport spezifisch auf Fragen wie richtiges Abnehmen vor Wettkämpfen, Sinn und Unsinn des "Gewichtmachens" bei Jugendlichen, Essstörungen erkennen und reagieren, richtige Ernährung und Nahrungsergänzungen eingegangen. Der Bezug von körperlichem und seelischem Gleichgewicht in Bezug auf Wettkampfsport war eine fantastische Überleitung in die folgende Stunde von Dr. Leipert.
Unglaubliches und doch schon bekanntes präsentierte der Chirurg und Orthopäde aus der Welt der Schul- und Alternativmedizin. Die Zuhörer hingen gebannt an den Lippen des praktizierenden Arztes, der die Zusammenhänge von Erfolg im Sport und Leben nicht nur auf die Trainings- oder Ausbildungsmöglichkeiten zurückführte , sondern auch den Brückenschlag auf die weichen Fähigkeiten, „Soft Skills“ anhand der Evolutions- und Gehirnforschungsergebnissen manifestierte. Sicherlich die Sternstunde bei der Trainerfortbildung, da Dr. Leipert nicht nur wissenschaftliche Ansätze vertritt, sondern viel von seiner Lebens- und Forschungserfahrung preisgegeben hat. An dieser Stelle sei ihm noch einmal der Dank der Teilnehmer vermittelt, da er sich die Zeit genommen hat hier zu referieren.
Rainer Schwarz 7.Dan
zeigte auf der Matte, welchen sprachlichen und methodischen
Anforderungen Trainern ausgesetzt sind und welche Möglichkeiten der
einzelne Übungsleiter zur Handlungsregulation in seinen Gruppen hat.
Praktisches Thema war hierbei die Entwicklung von Handlungskomplexen bei
Gegen- und Weiterführungstechniken.
Parallel zu den Einheiten erarbeitete Achim Hanke 7. Dan, mit den Trainer-C Inhabern wettkampfrelevante Weiterführungstechniken. Hier waren Ergebnismodelle gefragt, die dem Wettkämpfer ein Arbeiten in alle 4 Hauptrichtungen ermöglichen sollten. Der badische Lehrreferent betonte dabei die Wichtigkeit des taktilen Feingefühls um sowohl frühzeitig die Aktion des Gegners zu erkennen, als auch die Erfahrung aus der Trainingssituation in eine Punkterelevante Aktion umzusetzen. In der nachfolgenden Einheit erarbeiteten die Teilnehmer in gleichem Stile Gegentechniken, welche im Bewegungsmuster zergliedert wurden um methodisch aufbereitet den Lernfluss des Übenden zu unterstützen.
Der Abend gehörte dann
den neuen Wettkampfregeln. Achim besprach mit Unterstützung von Heiko
Mitschke, 5. Dan, als erfahrener badischer Kampfrichter bestens mit der
Materie vertraut,
Um Trainingsmethoden bei der Messerabwehr ging es im weiteren Stundenverlauf. Günter Beier 5. Dan zeigt hier die zu beachtenden Grundprinzipien bei der Messerabwehr auf. Bewegen, bewegen, bewegen, Griffsicherheit bei Entwaffnung und einen gehörigen Respekt beim Umgang mit dem Messer, einfach auf den Nenner gebracht. In didaktischer Form aufbereitet, zeigte der Ju-Jutsu Lehrer nicht ganz alltägliche Übungsmethoden die stilübergreifend einen Einsatz von Messern als Trainingsmittel erlauben. Ein Messersparing mit Markierungsmessern schärfte noch einmal die Methodik beim Umgang mit Messern.
Ein langer Abend mit viel Ju-Jutsuthemen lies den Tag und die vielen Eindrücke dann ausklingen.
Am nächsten Tag ging es weiter mit dem Einsatz von Stock unter der Betrachtung der JJ-Prüfungskriterien. Mit einem knackigen Aufwärmkampfumdashandtuchspiel konnte sehr schnell die physische und moralische Sonntagmorgen Trainingsschwere überwunden werden. Auch hier fungierte Günter wieder als Motivator in Sachen Geschicklichkeitsspiele. Um der Hauptproblematik der mangelnden Bewegung in den Prüfungen Abhilfe zu schaffen hatte Günter einige Trainingsformen mitgebracht. Ob mit gepolsterten Stöcken oder leeren PET.- Plastiklaschen, alle Spielformen steigerten deutlich den Respekt vor dem Equipment und erzeugte die gewünschte „Kick-Ass- Attitüde“.
Heiko Mitschke als erfahrener Prüfer, ging danach mit den Teilnehmern die Erkenntnisse der letzten Prüfungen durch um hier auch von den Trainern ein entsprechendes Feedback über die Prüfungs- und Trainerarbeit zu erhalten. Hier wurden die Themengebiete für zukünftige Lehrgänge gelegt.
In der großen Abschlussrunde waren sich die Teilnehmer einig, dass diese Maßnahme wieder ein deutlicher Gewinn und Motivationsschub für Teilnehmer und Referenten war. Denn aus der Erkenntnis der Anfangsstunde war jedem klar geworden, dass Kampfsysteme auf Personen bezogen schnell vergessen sind, Systeme oder Verbände jedoch Jahrhunderte überdauern können. Wer kennt denn heutzutage noch einen Tassos??? Und der war zu seiner Zeit ein überragender Pankratiast.
Medienteam Baden.
Bilder Archiv, copyright Günter Beier
Vereinslehrgang beim ..TSV Elstorf
Auf Einladung von Ronny Bartens konnte ich mich mit der Truppe vom TSV Elstorf zu einem gemütlichen Ju-Jutsu Stelldichein zusammenfinden. In zwei Stunden bunten Ju-Jutsutreibens konnte ich mich von der tollen Trainerarbeit der Bartensfamilie überzeugen. Waren doch fas alle anwesenden aktive Kämpfer. Sowohl Fighting, Duo als auch Formentwettkämpfer waren in der Truppe vertreten. Nicht alleine die Jungsters waren im Kämpfen engagiert, sondern auch spätberufene hatten es bei der kürzlich ausgetragenen Hamburger Meisterschaft zu Wettkampfeinsätzen gebracht. Unglaublich ;-))). So viel Spaß und Engagement habe ich selten in einem Verein erlebt. Wir arbeiteten uns nach einem turbulenten Aufwärmen durch viele JJ-Disziplinen. Angefangen von boxtypischen Kombinationsspielen (Sorry Daniel noch mal für die blauen Flecken) über Messerabwehr hin zum bunten rangeln im Bodenkampf, war sicherlich für alle etwas dabei. Interessant für mich war auch die Frage der Messerabwehr für Kontrolleure der Bundesbahn. Schnell hatten wir mit den Markierungsmessern auch dafür eine passende und praktikable Antwort erarbeitet. Super viel Spaß und eine viel zu kurze Trainingszeit beendeten den turbulenten Tag. Vielen Dank dem tollen Team und Ronny und Susanne für die Einladung.
Von der
Selbstverteidigung bis zur Prüfung, vom Stand in den Boden Unter diesem Motto
arbeiteten 50 bis 60 Ju-Jutsukas (erfreulicherweise auch viele
Jugendliche und Anfänger) gemeinsam mit dem Referenten (Günter Beier 5
Dan JJ und JJ- Lehrer) auf einen Landestechniklehrgang im
ESV-Ludwigshafen. Von Gelbgurt bis
hin zum 5 Dan waren alle Graduierungen vertreten. Den ersten Teil
begann Günter mit einigen Lockerungsübungen sowie partnerweise mit
spielerischem Lauftraining. Damit brachte er die Sportlerinnen und
Sportler auf Betriebstemperatur. Entsprechend der
Ausschreibung die den Lehrgang auf Basic-Level auswies, begann Günter
zunächst mit einfachen Kombinationen aus Faust- und Fußtechniken,
Messerangriffen, Dreierkontakt und Hebeln. Damit gelang es Günter optimal den Anwesenden jeweils das richtige Quäntchen Ju-Jutsu zu verpassen. Die Anfänger waren nicht überfordert, und bei den zahlreichen Danträgern breitete sich keine Langweile aus. Im zweiten Teil ging es, beginnend mit einfachen Bewegungsabläufen im Stand, hin zu weitergeführten bzw. kombinierten Techniken in der Bodenlage. Die Prinzipien dieser beiden wichtigen Bereiche des Ju-Jutsu erklärte Günter deutlich und für jeden verständlich. Er legte großen
Wert darauf, daß die Reaktionen und die nachfolgenden Techniken der
gegnerischen Kraftrichtung angepasst sind. Dies ist bei Prüfungen
hinsichtlich der Bewertbarkeit bei Gegen- und Weiterführungstechniken
genau so von Bedeutung, wie beim Einsatz in der Praxis. Günter verstand
es immer wieder den Lehrgang für alle Gurtstufen interessant zu
vermitteln, so das bestimmt jeder Teilnehmer etwas mit nach Hausen
nehmen konnte. Nach gut drei Stunden schweißtreibender Arbeit gingen
alle geschafft, dafür aber um einige Techniken reicher nach Hause.
Wir freuen uns auf
den nächsten Lehrgang mit Günter.
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| (c) Günter Beier 2005 | zuletzt aktualisiert am 17.05.2005 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||